Theater lernen - warum?
Vor allem im Augenblick brauchen Kinder Angebote wie diese, um Halt zu finden, Entdeckungen machen zu können, Stärke und Fantasie zu entwickeln. Erfahrungen mit der Praxis des Theaters, Erfahrungen des Schauens und Spielens bedeuten Glück. Es ist höchste Zeit, Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstler selbst herzustellen. Als Akteure und Vermittler stehen wir für eine Welt, die um so mehr an Faszination gewinnt, je mehr sie verstanden und je mehr sie selbstverständlich wird.

Alle unsere “Theater und Schule”- Projekte sind daher ein ‘Begreifen’ im wahrsten Sinne, eine sinnliche Schule, die Kinder und Jugendliche im Spiel ausprobieren lässt, wie es sich anfühlt, eine Figur zu erfinden, ein Anderer zu werden, Selbstbewusstsein, eine neue Haltung zu sich und anderen zu finden. Im Zentrum stehen die Kinder und Jugendlichen selbst, ihre Neugier, ihr Blick, ihre Sprache, ihr Spiel, ihre Wünsche.
Workshop
Workshopangebot für Kinder und Jugendliche, für Schulklassen und Gruppen, für Projekttage und Schultheater: VOM TEXT ZUM SPIEL Die Bühne ist ein besonderer Ort. Dieser Ort erlaubt Kindern und Jugendlichen einen anderen Blick auf die Welt und auf den eigenen Platz in dieser Welt. Der Ort Schule wird zum Bühnenraum. Alles ist möglich. Wir improvisieren, erfinden Texte und Situationen. Im Zentrum steht die szenische Arbeit. Vom Text zum Spiel. Vom Spiel zur Szene. Im Rollenspiel, in der Verwandlung eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten der Persönlichkeitsentfaltung, der Entwicklung einer neuen Körperlichkeit, eines neuen Selbstbewusstseins. Durch die Entdeckung von Stimme und Sprache finden wir verborgene Energie und sehen, warum Texte schon durch ihre Melodie, ihren Rhythmus Figuren formen, Spielmöglichkeiten eröffnen. Das alles wird Spaß machen. Durch die Praxis des Wahrnehmens, des Schauens und Spielens finden wir die Lust an Figuren, an Verwandlungen, an Geschichten. Eine selbst geschriebene Szene beendet den Übungsbogen.
Flexible Möglichkeiten: Workshop für einen Tag, z.B. zu Projekttagen oder
3-Tage-Workshop im Theater am Sachsenring mit Abschluss vor Publikum.
Beispiel: Ein Theaterkurs mit Kindern der Ildefons-Herwegen-Grundschule in Junkersdorf hat im Theater am Sachsenring in 3 Tagen im November 2009 ein ganzes Stück zur Folge gehabt, ein Stück, das von den Kindern selbst erfunden und auf die Beine gestellt wurde. Unter der Leitung von Regisseur Joe Knipp probten die acht Achtjährigen mit Feuereifer eine Geschichte um eine Schneeballschlacht, Beschuldigungen, Befragung in der Schulklasse und Versöhnung der Freunde unter dem Titel: “Vom Streit zur Versöhnung”. Mit Klavierbegleitung, dramatischen Szenen und einer bemerkenswerten Wandlungsfähigkeit der Kinder. Ein lustvoller Arbeitsprozess.
Angebote zu buchen über das Theater am Sachsenring Tel.: 0221 315 015
oder Mob.: 0171 5360626
oder über Email:

Junge Schauspielerinnen und Schauspieler mit Regisseur Joe Knipp nach der Inszenierung von “Lieblingsmenschen” im Theater am Sachsenring, Köln. Unten links Autorin Laura de Weck.
PARIS, JE T’ÉCRIS
November 2010: Begleitung für eine Szenenfolge zum Thema ‘Paris’. Die Arbeit trägt Früchte. Schritt für Schritt wird das Spiel der Schülerinnen und Schüler geschmeidiger. Zur Premiere ist das Ensemble auf dem Punkt. Bravo.


GÖTTERFUNKEN
Premiere im Bereich Schule und Theater - genauer gesagt des “Netzwerks Schule und Kultur für musikalische Jugendarbeit in Bonn” unter Leitung von Dr. Solveig Palm, war ein Ereignis. Die Premiere von “Götterfunken” im alten Plenarsaal des deutschen Bundestages. Ludwig van Beethoven, Friedrich Schiller, Thomas Mann, sie reden über Freude, Politik, Moral. Begriffe und Wirklichkeit. Kunst und Schaubühne. In einem Fernseh-Wahl-Studio bricht offener Streit aus über Musik, Dichtung und ‘Balkendiagramme’. (“Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen”, sagt eine Schiller-Figur, die sich ins Leben traut).

Jugendliche und Kinder spielten und sangen, das kleine Ensemble von jungen Darstellern sprühte vor Energie spielte die zum Teil absurden Szenen unter der Überschrift “Götterfunken” (Regie: Joe Knipp).




